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Weltensicht

Ich schaue in die Welt und frage mich:

· Lin Bertschi Jadama

Tuschebild einer Frau im Profil mit hochgestecktem Haar vor einem beerenfarbenen Kreis, darunter der Schriftzug „Ich schaue in die Welt und frage mich“.

Was ist los mit den Männern und Frauen in unserer Hemisphäre? Wenn ich die jungen Erwachsenen betrachte – im besten Alter für Begegnung, Partnerschaft und Familiengründung – frage ich mich: Wie geht es diesen Menschen wirklich?

Tief im Herzen tragen viele von ihnen noch immer die Sehnsucht nach einem liebenden Partner, nach erfüllender Liebe, nach trauter Zweisamkeit. Nach dem Wunsch, sich zu verbinden, sich zu vermehren, den eigenen Stammbaum weiterzuführen und etwas Bleibendes zu schaffen.

Und doch zeigt sich ein anderes Bild.

Junge Frauen, geprägt von Botschaften wie: „Ich kann alles genauso gut wie ein Mann – oder besser.“ „An erster Stelle steht die Karriere, ein Kind vielleicht später, wenn überhaupt.“

Und junge Männer, konfrontiert mit Schlagzeilen über „toxische Männlichkeit“, erschlagen von ideologischen Parolen, häufig ohne präsentes männliches Vorbild aufgewachsen und dadurch zunehmend unsicher in der Frage, was es heute überhaupt bedeutet, ein Mann zu sein.

Aus dem inneren Impuls heraus, es „mindestens genauso zu können“, ziehen manche junge Frauen von Beziehung zu Beziehung, von Bett zu Bett – in der Annahme, damit Selbstbewusstsein und Unabhängigkeit zu beweisen. Die jungen Männer wiederum nutzen dieses Überangebot, verlieren dabei jedoch zunehmend den Respekt nicht nur von jenen Frauen, die glauben, sich dadurch Wert und Anerkennung zu erarbeiten.

Auf der anderen Seite stehen viele junge Männer ohne innere Orientierung. Sie wissen nicht mehr, wie sie auf die ständige Infragestellung ihres Selbstbildes reagieren sollen. Statt Klarheit zu entwickeln, ziehen sie sich zurück, passen sich an, werden weich – nicht aus freier Entscheidung, sondern aus Orientierungslosigkeit. Selbst körperliche Faktoren wie hormonelle Belastungen unserer Umwelt verstärken diese Entwicklung zusätzlich.

Fazit: Männer und Frauen haben gegenseitig den Respekt voreinander verloren. Tragfähige Beziehungen sind nicht mehr möglich. Ein jeder ist in seinem eigenen Ego gefangen. Der Traum von einer eigenen, stabilen Familie liegt begraben unter Medienindoktrination, politischer Überkorrektheit und dem oft gescheiterten Vorbild der eigenen Eltern.

So darf es nicht weitergehen.

Also, liebe Leser: Packen wir es an. Jeder genau dort, wo er steht – bei sich selbst.

Lernen wir, was ein echtes Weib ist - damit meine ich nicht die Version, die uns in den letzten Jahrzehnten oder gar Jahrhunderten mit diesem Wort eingeredet wurde - sondern ein Weib, das sich auf seine Weiblichkeit zurückbesinnt. Ein Weib, das seinen Wert, seine Kraft und seine Wurzeln kennt.

Ein Weib, das fähig ist, den Mann als Ergänzung zu erkennen – als Geist ihrer Seele und als Ursprung tiefer Zufriedenheit.

Und lernen wir, was ein echter Mann ist. Ein Mann mit Stolz, Kraft und Ehre. Ein Mann, der seine Wurzeln kennt und fähig ist, sein Weib als seine Ergänzung zu bewahren und zu beschützen – als sein Herz und seine Kraft.

Finden wir wieder zueinander – nicht gleichartig, doch gleichwertig. In gegenseitiger Ergänzung.

Gelebte Weiblichkeit. Gelebte Männlichkeit.

Wo stehst Du gerade?

Wenn Du das nicht nur lesen, sondern für Dein eigenes Leben klären willst, beginne mit einem klaren Blick auf Deine Situation.